Ortsnamen und Umgebungen als Ursprünge
Der Ortsname „Aoki“ ist landesweit an zahlreichen Orten verbreitet und gab Anlass zu „Aoki“-Clans, die diesen Namen in verschiedenen Regionen annahmen. Ortsnamen wie „Aoki“ finden sich in ganz Japan, unter anderem in den Präfekturen Kanagawa, Fukuoka und Niigata, die jeweils als Ursprung des Familiennamens „Aoki“ gelten.
Eine andere Theorie besagt, dass sich der Name auf Orte bezieht, an denen Bäume wie der Aoki-Baum stets üppig und grün wachsen. Menschen, die in solchen Gebieten lebten, nahmen den Familiennamen „Aoki“ an.
Warum nennen die Japaner Grün „Blau“?
„Ao“ bedeutete ursprünglich blau und symbolisierte das Meer oder einen klaren Himmel. Gab es Bäume in dieser Farbe? Nein, blaue Bäume gab es nie, auch nicht in der Antike. Bäume mit üppig grünen Blättern hingegen schon. Die Bezeichnung „blau“ für Grün stammt aus dem Altjapanischen, wo Grün zum Begriff „blau“ gehörte. Selbst heute noch scheint die Bezeichnung „aoriingo“ (青りんご) für einen grünen Apfel ein Überbleibsel dieser alten Redewendung zu sein.
Die legendäre Entstehungsgeschichte des Aoki-Clans
Manche Clans führen den Namen „Aoki“ auf einen ganz anderen Ursprung zurück. Das bekannteste Beispiel ist der Aoki-Clan aus Manazuru in der Präfektur Kanagawa. Minamoto no Yoritomo, der ein Heer aufstellte, um den Heike-Clan zu stürzen, wurde in der Schlacht von Ishibashiyama von den Heike-Truppen besiegt. Daraufhin versteckte er sich in der „Shitodo-Höhle“ tief in den Bergen von Manazuru.
Doch sein Verbleib dort birgt die Gefahr, entdeckt zu werden. Der Legende nach pflanzten die Einheimischen Aoki-Bäume am Eingang der Höhle, um sie zu tarnen. Aoki-Bäume sind nicht nur an den Blättern, sondern auch am Stamm grün. Indem sie den Eingang zu der Höhle, in der sich Yoritomo und seine Männer versteckten, mit diesen Bäumen versperrten, konnten sie der Verfolgung durch die Heike-Truppen entgehen.
Der gerettete Yoritomo gab den Dorfbewohnern den Familiennamen „Aoki“. Bis heute ist „Aoki“ der häufigste Familienname in Manazuru.
Erläuterung dieser Kalligrafie
Die oberste Zeile ist in Hiragana, die mittlere Zeile in Kanji und die unterste Zeile in Katakana geschrieben, alle horizontal.





















